Der Begriff der Öffentlichkeit im Recht der öffentlichen Wiedergabe aus europäischer, deutscher und österreichischer Sicht

2.11.2017, 14:00 - 18:00 Uhr, München

 

Der Begriff der Öffentlichkeit hat in Rechtsprechung und Literatur Hochkonjunktur. Die Rechtsprechung des EuGH hat auf die jahrzehntelange Auslegung des § 15 Abs. 3 UrhG im deutschen Recht massive Auswirkungen, die zu einer Neubestimmung geführt haben. Auch die österreichische Rechtslage, insbesondere gemäß § 17 Abs. 2 öst. UrhG (zahlenmäßige Bestimmung der Öffentlichkeit für den Empfang über Gemeinschaftsantennenanlagen), ist mit der EuGH-Entscheidung Zürs.net auf den Prüfstand gestellt. Die Tagung beleuchtet die vom EuGH entwickelten Kriterien zum Öffentlichkeitsbegriff kritisch und zeigt deren Auswirkungen auf die deutsche und österreichische Rechtslage. Ob die EuGH-Rechtsprechung darüber hinaus ein neues europäisches Haftungsmodell für die Beteiligten nahelegt, wird ebenfalls erörtert.

 

Programm

14:00 – 14:20 Uhr

Begrüßung und Einführung - Dr. Claudia Rossbach

14:20 – 14:50 Uhr

Kritische Würdigung der EuGH-Rechtsprechung - Prof. Dr. Silke von Lewinski

14:50 – 15:20 Uhr Testetest

15:20 – 15:40 Uhr

Übersetzungsschwierigkeiten zwischen Karlsruhe und Luxemburg - Einheit oder Vielfalt der Begriffskonzeption - Prof. Dr. Michael Grünberger

Diskussion

16:10 – 16:40 Uhr

GS Media, Filmspeler und The Pirate Bay: Ein Europäisches Haftungs-konzept für die öffentliche Wiedergabe? - Prof. Dr. Jan Bernd Nordemann

16:40 – 17:10 Uhr

Die Öffentlichkeit im österreichischen Urheberrecht und die Judikatur des EuGH - Zugleich Bemerkungen zu EuGH "AKM/Zürs.net" - Prof. Dr. Michel Walter

17:10 – 18:00 Uhr

Diskussion


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Die angemessene Vergütung auf Online-Plattformen - §§ 32, 32 a UrhG als tauglicher Ansatz?

22.03.2017, 14:00 - 18:00 Uhr, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München

 

In der Diskussion um Vergütungsgerechtigkeit auf Online-Plattformen stehen die deliktischen Haftungsregeln im Vordergrund. Im Rahmen einer Störerhaftung gäbe es für den Urheber aber erst einmal keinen finanziellen Ausgleich und vom bloßen Unterlassungsanspruch kann kein Urheber etwas abbeißen. Für „die Kreativen“ ist eine finanzielle Grundlage für weiteres Schaffen hingegen von zentraler Bedeutung.  

Wenig Aufmerksamkeit wird der Frage geschenkt, ob durch urhebervertragsrechtliche Mechanismen Vergütungsgerechtigkeit hergestellt werden könnte. Die EU-Kommission stellte in einem Vorschlag für eine Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt Ansätze vor, die die bestehende deutsche Rechtslage aufgreifen. Wie aber wirken sich die teilweise brandneuen Regeln im deutschen Urhebervertragsrecht auf unterschiedliche Dienste aus? Kann im Rahmen einer Rechtekette individualvertraglich eine angemessene Beteiligung erreicht werden oder sind kollektive Modelle des Urhebervertragsrechts vorzugswürdig? Oder sollen sich kollektive Modelle auch auf die Rechteklärung erstrecken? 

Diesen Fragen haben wir am 22.03.2017 aus verschiedenen Blickwinkeln mit Herrn Valentin Döring (ver.di), Herrn Dr. Matthias Berberich (Kanzlei Hengeler Mueller), Herrn Dr. Nikolaus Reber (Kanzlei Dr. Roth & Kollegen) und Frau Dr. Anke Schierholz (VG Bild-Kunst) diskutiert. Die Leitung der Veranstaltung übernahm Herr Victor Struppler (Kanzlei Beisler & Struppler), der die Veranstaltung auch federführend organisiert hat.

 

Programm

Leitung:          Victor Struppler, Rechtsanwalt und Vorstand ALAI

14:00 – 14:30   Begrüßung und Einführung – Victor Struppler

14:30 – 15:00   Problemaufriss aus Sicht der Urheberverbände – Valentin Döring, ver.di

15:00 – 15:30   Problemaufriss aus Sicht der Plattformbetreiber – Matthias Berberich, Rechtsanwalt

16:00 – 16:30   Zur Durchsetzbarkeit von Ansprüchen – Nikolaus Reber, Rechtsanwalt

16:30 – 17:00   Zur Kollektivierung von Ansprüchen – Anke Schierholz, VG Bild-Kunst

17:00 – 18:00   Diskussion

 

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Wissenschaftsschranke: Neue Vorschläge aus Berlin und Brüssel

30.11.2017, 14:00 - 18:00 Uhr, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

 

Programm

Leitung          Reto M. Hilty und Axel Metzger

14:00 – 14:30   Einführung – Katharina de la Durantaye, HU Berlin

14:30 – 15:00   Deutsche Vorschläge – Matthias Schmid, BMJV

15:00 – 15:30   Europäische Vorschläge – Valentina Moscon, MPI für Innovation und Wettbewerb

16:00 – 16:30   Sichtweise der Begünstigten – Eric W. Steinhauer, HU Berlin

16:30 – 17:00   Sichtweise der Wissenschaftsverlage – Carlo Scollo Lavizzari, Rechtsanwalt

17:00 – 18:00   Diskussion

 

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Wiedergutmachung und Urheberrecht?

Verlängerung urheberrechtlicher Schutzfristen für Opfer der NS-Herrschaft?

08.07.2016, 14:00 - 18:00 Uhr, Humboldt Universität zu Berlin, Berlin

 

Auch 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und mithin der NS-Herrschaft ist die Frage der
Wiedergutmachung von NS-Unrecht nicht obsolet. Wie die jüngeren Beispiele von Widergutmachungsleistungen gegenüber Zwangsarbeitern und die Restitution von Raubkunst zeigen, hat ein entsprechendes
Bewusstsein, dass überhaupt Wiedergutmachung zu leisten sei, in manchen Bereichen erst sehr spät zu
konkreten Schritten geführt.

Im Hinblick auf das Urheberrecht ist eine vergleichbare Diskussion bis dato nicht geführt worden. Hier fand momentan eine Diskussion zwar um das Urheberrecht der Täter – allen voran an Hitlers „Mein Kampf“
– statt, nicht aber um das Urheberrecht der Opfer. Aber auch hier gilt: die durch den Staat veranlasste
Tötung hat den Opfern die Dauer ihrer urheberrechtlichen Schutzfrist gewaltsam verkürzt. Das Argument,
dass der Zeitraum von 70 Jahren nach dem Ende der NS-Herrschaft zu lange sei, um noch individuelle
Wiedergutmachungsleistungen zuzulassen, greift gerade beim Urheberrecht nicht: Angesichts der langen
urheberrechtlichen Schutzfrist von zunächst 50 und seit 1965 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers,
würden sämtliche urheberrechtlichen Schutzfristen derjenigen, die unter der NS-Herrschaft ermordet
wurden, momentan noch laufen. Damit stellt sich die Frage, ob es die moralische Verpflichtung zu einer
Widergutmachung vergangenen Unrechts nicht gebietet, die urheberrechtlichen Schutzfristen für Werke
der Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu verlängern oder zumindest eine anders geartete Form der
moralischen Anerkennung vorzusehen.

Mit dem Symposium wurde hier ein erster Denkanstoß gegeben und die Eckpunkte ausgelotet,
innerhalb derer sich eine Wiedergutmachung im Hinblick auf das Urheberrecht orientieren müsste.

 

Programm

13:30 - 13:45   Begrüßung / Einführung - Prof. Dr. Axel Metzger und Prof. Dr. Thomas Dreier

13:45 - 14:15   Wiedergutmachung von NS-Unrecht in Deutschland - ein historischer Abriss - Prof. Dr. Constantin Goschler

14:15 - 14:45   Restitution von Raubkunst und Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für NS-Opfer - Gemeinsamkeiten und Unterschiede - Prof. Dr. Peter Raue

14:45 - 15:45   Verfolgte Urheber - Restitution durch Schutzfristverlängerung? - Yves Kugelmann und Prof. Dr. Martin Senftleben 

16:15 - 16:45   Rechtliche Probleme einer urheberrechtlichen Schutzfristverlängerung - Prof. Dr. Matthias Leistner

16:45 - 17:45   Betroffene Urheber und Auswirkung auf die künftige Verwertung - Podiumsdiskussion

17:45 - 18:00   Schlusswort / Verabschiedung - Prof. Dr. Michael Loschelder


 

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Perspektive der Rechtsdurchsetzung im Internet

Haftung von Access-Providern und "Follow the Money"

14.03.2016, 14:00 - 18:00 Uhr, Goethe Universität, Frankfurt am Main

 

Obgleich große und kommerziell betriebene Piraterie-Seiten im Internet offensichtlich rechtswidrig sind, erweist sich die Durchsetzung des Urheberrechts unverändert als schwierig, da Betreiber und Nutzer anonym agieren. Die Tagung geht der Frage nach, ob und unter welchen Voraussetzungen unter diesen Umständen Access-Provider und Unternehmen, die auf Piraterie-Seiten Werbung schalten, in Anspruch genommen werden können.

 

Programm

14:15 - 14:30 Uhr  Begrüßung und Einführung - Prof. Peukert / Prof. Loewenheim

14:30 - 16:00 Uhr  Haftung von Access-Providern

                              Rechtslage in Deutschland nach goldesel.to - Dr. Martin Schaefer, Rechtsanwalt

                              Rechtslage in Österreich - Dr. Romain Heidinger, Univ. Göttingen

                              Diskussion 

16:30 - 18:00 Uhr  "Follow the Money"

                              Einführung in die Thematik und Erfahrungen in Deutschland - Heiko Wiese, Rechtsanwalt und                               Beauftragter der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO)

                               Wettbewerbsrechtliche Aspekte einer Selbstverpflichtung von Werbetreibenden - Dr. Peter Picht, MPI                               München/Univ. Zürich

                              Diskussion

 

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Urhebervertragsrecht

21.09.2015, 14:00 - 17:00 Uhr, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München

 

Nachdem die Reform des Urhebervertragsrechts im Jahre 2002 aus Sicht vieler Urheber und Leistungsschutzberechtigter nicht zu den erhofften Effekten führte, stand 2015 eine weitere Reform des Urhebervertragsrechts an, die erneut eine Stärkung der Kreativen zum Ziel hat. Dem Vernehmen nach sollte das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) dieser Tage einen Entwurf vorlegen. Im Rahmen der ALAI-Tagung wurde dieser Entwurf vorgestellt und diskutiert bzw. die in der Debatte befindlichen Reformvorschläge besprochen.

 

Programm

Leitung:          Prof. Dr. Reto M. Hilty

14:00 – 14:10   Begrüßung und Einführung

14:10 – 14:40   Vorstellung des Referentenentwurfs zur Reform des Urhebervertragsrechts - Matthias Schmid, BMJV

14:40 – 15:20   Stellungnahmen
                             Prof. Dr. Mathias Schwarz, SKW Rechtsanwälte
                             Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Initiative Urheberrecht
                             Hinrich Schmidt-Henkel, VdÜ - Verband der Literaturübersetzer
                             Dr. Jan Tolkmitt, Vors. Richter am Landgericht Hamburg

15:45 – 17:00   Diskussion

 

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Internationaler Kongress der ALAI 2015

18.06. - 20.06.2015, Bonn

 

Jedes Jahr veranstaltet eine Landesgruppe der ALAI eine internationale Konferenz zu einem bestimmten Thema. So hatte die deutsche Landesgruppe zum Beispiel schon 1988 in München zur wirtschaftlichen Bedeutung des Urheberrechts und 1999 in Berlin zur Rechtsdurchsetzung eine internationale ALAI-Konferenz organisiert. Im Jahre 2015, aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des deutschen Urheberrechtsgesetzes, veranstaltete die deutsche Landesgruppe einen internationalen Kongress in Bonn zum Thema „Vergütung für die Nutzung von Werken – Ausschließlichkeit gegenüber anderen Ansätzen“. Im Fokus des Kongresses stand die Frage, in welchen Fällen insbesondere Urheber und ausübende Künstler die besten Chancen haben, aus der Verwertung ihrer Werke und Leistungen einen angemessene Vergütung zu erzielen – sei es über ausschließliche Rechte, gesetzliche Vergütungsansprüche wie im Fall der Privatkopie, oder durch weitere Mechanismen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf digitale Nutzungen und neue Geschäftsmodelle gerichtet.

Zu dieser Konferenz ist ein Tagungsband erschienen, den die Mitglieder erhalten haben, und der auch von Nicht-Mitgliedern erworben werden kann. Im Nachgang zum Bonner Kongress hat das Exekutivkomitee der ALAI eine Resolution zu verschiedentlich gemachten Vorschlägen, das Ausschließlichkeitsrecht durch verschiedene gesetzliche Vergütungssysteme zu ersetzen, angenommen.

 

Für weitere Informationen zum internationalen Kongress der ALAI 2015 in Bonn besuchen Sie bitte unsere eigens dafür eingerichtete Webseite. Dort finden Sie detaillierte Informationen zum Programm, Materialien zum Kongreß und weitere Informationen.

 

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Freiheit der Idee vs. Schutz von Schriftwerken: Juristische und literarische Aspekte

12.03.2015, Leipziger Buchmesse, Leipzig

 

Auch in unserem hochentwickelten Urheberrecht gilt der – ungeschriebene – Grundsatz, dass Ideen als solche nicht geschützt sind; selbst eine schöpferische Idee darf im Interesse der kulturellen Entwicklung nicht monopolisiert werden. Ist eine Idee, etwa ein Konzept aber ausreichend konkretisiert, wird eine Übernahme oder eine Anlehnung hieran zur Urheberrechtsverletzung. Wie schwierig und brisant die Abgrenzung in Einzelfällen jedoch ist, zeigen unzählige Streitfälle aus der Praxis. Kann schon der Inhalt einer Fabel geschützt sein? Wie verhält es sich z.B. mit der Fortsetzung eines Romans durch einen Dritten, mit der Übernahme fiktiver Figuren aus einer fremden Vorlage? Diese gerade auch literarisch spannenden Fragen wurden in unserer Veranstaltung beleuchtet. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Deutschen Literaturkonferenz e.V. und der ALAI Deutschland e.V. organisiert.


Programm
 

14:00 – 14:20  Begrüßung und Einführung - Prof. Dr. Melichar

14:20 – 14:45  Vom Zittern um Zitate bis zum Platzen der Plagiate: Rege Bautätigkeit auf literarischem Fremdgut -                              Kathrin Schmidt

14:45 – 15:10  Freie Benutzung oder Urheberrechtsverletzung? Vom Umgang mit fremden Stoffen - Rainer Dresen

16:00 – 16:25  Idee und Werk: Ist eine klare Abgrenzung möglich? - Dr. Lisa Kopp

16:25 – 16:50  Die Abgrenzung von Werknutzung und freier Benutzung aus Sicht des Unionsrechts - Prof. Dr. Stieper

16:50 – 18:00  Panel mit den Referenten und Abschlussdiskussion

 

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Einheitliches Urheberrecht durch EU-Verordnung

Eine gute oder eine schlechte Idee?

15.10.2014, 14:00 - 17:00 Uhr, Humboldt Universität zu Berlin, Berlin

 

In der „Öffentlichen Konsultation zur Überprüfung der Regeln zum EU-Urheberrecht“ vom Jahreswechsel 2013/2014 war einer der letzten Themenblöcke der Frage gewidmet: „Should the EU pursue the establishment of a single EU Copyright Title, as a means of establishing a consistent framework for rights and exceptions to copyright across the EU, as well as a single framework for enforcement?” Das aufgrund der Konsultation zu erstellende “White Paper” lag noch nicht vor – zumindest nicht in offizieller Form. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit der von der Kommission gestellten Frage.

 

Programm

14:00 – 14:05   Begrüßung und Einführung - Dr. Martin Schäfer, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell

14:05 - 14:30   Ein EU-weit einheitliches Urheberrecht aus der Sicht eines Befürworters - Prof. Dr. Haimo Schack 
14:30 - 14:55   Diskussion  
14:55 - 15:20   Ein EU-weit einheitliches Urheberrecht aus der Sicht eines Skeptikers - Dr. Jens Gaster
15:20 - 15:45   Diskussion 
16:10 - 16:35   Was können Urheberrechtler aus den Erfahrungen mit der Gemeinschaftsmarke und dem EU-
                       Einheitspatent lernen?  - Prof. Dr. Dr. Jürgen Enstaler 
16:35 - 17:00 Diskussion

 

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Verwertungsgesellschaften in Europa: Umsetzung der Richtlinie über kollektive Rechtewahrnehmung

27.07.2014, 14:00 - 17:00 Uhr, Universitätsclub, Bonn

 

Die Veranstaltung widmete sich der Umsetzung der Richtlinie über kollektive Rechtewahrnehmung in das deutsche Recht. Der aktuelle Stand wurde erörtert, offene Fragen der Umsetzung diskutiert und darüber hinaus die Frage aufgeworfen, ob neben der unmittelbaren Richtlinienumsetzung weitere Regelungen im Rahmen des Gesetzgebungsprojekts getroffen werden sollten. Die Veranstaltung wurde organisiert in Kooperation mit dem Universitätsclub Bonn.

 

Programm

Leitung:          Prof. Dr. Matthias Leistner

14:00 - 14:30   Die Umsetzung der Verwertungsgesellschaften-RL aus der Sicht des deutschen Rechts - Matthias                             Schmid, BMJV

14:30 - 15:00   Die Umsetzung der Verwertungsgesellschaften-RL aus der Sicht der Verwertungsgesellschaften - Dr.                              Tobias Holzmüller, GEMA

15:15 - 15:45   Die Umsetzung der Verwertungsgesellschaften-RL aus der Sicht der Nutzer - Dr. Jo Deutschmann,                              Deutsche Telekom; RA Julia Maier-Hauff, VPRT

15:45 – 17:00   Abschlussdiskussion

 

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"Online Erschöpfung" nach UsedSoft - Perspektiven für andere Branchen

11.02.2014, 14:00 - 18:00 Uhr, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München


Nachdem der EuGH aufgrund der Computersoftware-Richtlinie im Fall UsedSoft entschieden hat, dass es sich bei dem „Verkauf“ von Software zum Herunterladen um eine Verbreitung mit der Folge der Erschöpfung des Verbreitungsrechts handele, stellt sich die Frage, wie die Rechtslage bezüglich derjenigen Werke zu beurteilen ist, auf die die Informationsgesellschafts-Richtlinie anzuwenden ist. In diesem Zusammenhang wurden grundsätzliche Fragen, insbesondere der Sinn und Zweck der Erschöpfung des Verbreitungsrechts, diskutiert. Im Anschluss an eine wissenschaftliche Erörterung der Probleme zeigte diese Tagung auch die Konsequenzen in der Praxis auf, die sich aus einer möglichen Übertragung der Grundsätze der UsedSoft Entscheidung durch den EuGH auf andere Branchen ergeben können, bis hin zu Reaktionen wie neuen Vertriebsformen und Vertragsbestimmungen – und dies am Beispiel der Buch-, Musik-, Film- und Spielebranche.

 

Programm

14:00 – 14:10  Begrüßung und Einführung - Adj. Prof. Dr. Silke v. Lewinski

14:10 – 15:00  Die 'Online-Erschöpfung': ökonomische, dogmatische und rechtspolitische Grundlagen
                         - Prof. Dr. Ansgar Ohly

15:00 – 15:30  "Online-Erschöpfung“ aus Sicht der Games-Industrie - Dr. Ole Jani

16:00 – 16:30  „Online-Erschöpfung“ aus Sicht der Musikindustrie - Dr. Ekkehard Kuhn  

16:30 – 17:00  "Online-Erschöpfung“ aus Sicht der Verlage - Dr. Konstantin Wegner  

17:00 – 18:00  Abschlussdiskussion

 

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Urheberrecht und internationales Privatrecht

30.10.2013, 14:00 - 18:00 Uhr, Humboldt Universität zu Berlin, Berlin


Urheberrechtliche Sachverhalte tragen zunehmend internationale Züge, auch infolge der Internetnutzungen. Die Kollisionsregeln, welche die anwendbare Rechtsordnung bestimmen, sind durch EG-Verordnungen von 2007 und 2008 neu formuliert worden, mithin der Rechtsprechung des EuGH unterworfen. Unsere Veranstaltung gab einen Überblick über das europäische Kollisionsrecht, berührte aber auch Probleme und Konflikte bei Europa-übergreifenden Sachverhalten und erörterte den Geltungsanspruch diverser, zum Teil neuerer Einzelregelungen des UrhG in Fällen, die ausländischem Vertragsstatut unterliegen.

 

Programm

Leitung:          Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Humboldt-Universität zu Berlin

14:00 – 14:20  Begrüßung und Einführung - Kurt Kemper 

14:20 – 14:50  Auf Verletzungen von Urheberrechten anwendbares Recht (Rom II - VO) - einschließlich der
                           Fallgestaltungen in interaktiven Internetdiensten/ubiquitären Medien - Prof. Dr. Alexander Peukert

14:50 – 15:20  Auf Verträge über urheberrechtliche Nutzungen anzuwendendes Recht (Rom I-VO),                            Geltungsbereich des Vertragsstatuts, Abgrenzung zum Schutzlandrecht, Ordre-Public-Vorbehalt und                            Eingriffsnormen (Art. 9) - Prof. Dr. Axel Metzger

16:00 – 16:30  Speziell: Anwendbarkeit von zwingenden Regeln des deutschen Urheber(vertrags)rechts bei                            ausländischem Vertragsstatut, insbesondere angesichts neuerer Regelungen im UrhG - Dr. Paul                            Katzenberger  

16:30 – 17:00  Ein Blick über Rom I und II hinaus auf Kollisionsnormen weltweit: Rechtsvergleichendes,                            Konflikte,Harmonisierungsvorschläge, CLIP-Grundregeln, Beratungen der International Law                            Association u.a. - Prof. Dr. Annette Kur

17:00 – 18:00  Abschlussdiskussion

 

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Urheberrecht an Interpretation und Sound? - Zum Schutzumfang musikalischer Werke

02.07.2013, 14:00 - 18:00 Uhr, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München

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Die Beurteilung von Plagiaten oder unberechtigten Bearbeitungen von Musikwerken ist eine Herausforderung. Insbesondere in Gerichtsverfahren kommt dem musikwissenschaftlichen Gutachten zentrale Bedeutung zu. Welche Beurteilungskriterien sind zu Grunde zu legen? Können oder dürfen Interpretation und Sound als alleinige Beurteilungsmaßstäbe die musikalische Werkanalyse ersetzen? Ausgehend von der „Still got the
Blues“-Entscheidung des LG München I wurden die musikalischen Parameter sowie die Abgrenzungskriterien zwischen Werkschutz, Leistungsschutz und ergänzenden rechtlichen Instrumentarien beleuchtet und der alleinige Maßstab von Interpretation und klanglichem Erscheinungsbild kritisch hinterfragt.

 

Programm

14:00 – 14:20   Begrüßung und Einführung – Dr. Claudia Rossbach

14:20 – 15:20   Musik beschreiben, bewerten, vergleichen. Anmerkungen zu „Still Got The Blues“ von Gary                        Moore - Dr. Bernd Edelmann

15:20 – 16:00   Der Schutz von Interpretation und Sound aus leistungsschutzrechtlicher Sicht - Dr. Tilo Gerlach

16:30 – 17:00   Der Schutz von Sounds außerhalb des Urheberrechts - Prof. Dr. Ansgar Ohly

17:00 – 18:00   Diskussion

 

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eBooks: Ökonomische und rechtliche Aspekte

14.03.2013, 14:00 - 18:00 Uhr, Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig

 

Das digitale Buch ist auf dem Vormarsch: 2012 wurden in Deutschland rund 12 Millionen E-Books kostenpflichtig heruntergeladen (im Vorjahr waren es noch knapp 5 Millionen). Unsere Veranstaltung beleuchtete zunächst die wirtschaftlichen  Hintergründe dieses Phänomens. Danach wurden die urheberrechtlichen Grundlagen für Vertrieb und Nutzung von E-Books herausgearbeitet – ein Gebiet, das dogmatisch bisher erstaunlich wenig erforscht ist. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Deutschen Literaturkonferenz e.V. und der ALAI Deutschland e.V. organisiert.

 

Programm

14:00 – 14:20   Begrüßung und Einführung – Prof. Dr. Melichar

14:20 – 14:50   Wirtschaftliche Bedeutung und Geschäftsmodelle aus Sicht eines Publikumsverlages 
                       - Kraus vom Cleff

14:50 – 15:20   Rechte der Urheber und Verleger von E-Books - Prof. Dr. Peukert

16:00 – 16:30   Rolle von Verwertungsgesellschaften - Adj. Prof. Dr. v. Lewinski

16:30 – 17:00   Vertrieb und Verleih von E-Books – Grenzen der Erschöpfungslehre - Prof. Dr. Peifer

17:00 – 18:00   Diskussion

 

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Harmonisierung des Urheberrechts durch den EuGH?

31.10.2012, 14:00 - 18:00 Uhr, Universitätsclub Bonn, Bonn

 

Die Veranstaltung knüpfte an die neueste Rechtsprechung des EuGH zum Urheberrecht an. Bewusst erfolgte angesichts der in diesem Bereich rasch anwachsenden Rechtsprechungssubstanz eine strukturierte Diskussion, die sich dem Themenbereich nicht länger allgemein, sondern dogmatisch und spezifisch für wesentliche Kernbereiche des Urheberrechts näherte. Die Veranstaltung wurde organisiert in Kooperation mit dem Universitätsclub Bonn.

 

Programm

14:00 – 14:15   Begrüßung und Einführung – Prof. Dr. Matthias Leistner

14:15 – 15:00   Werkbegriff – Prof. Dr. Berger

15:00 – 15:45   Verwertungsrechte und Vergütungsansprüche – Adj. Prof. Dr. v. Lewinski

16:15 – 17:30   Schranken / Gerechter Ausgleich und Inhaberschaft - Prof. Dr. Stieper / Prof. Dr. Dreier

17:30 – 18:00   Diskussion

 

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Die EuGH-Entscheidung "Premiere League ./. Murphy"

04.06.2012, 14:00 - 18:00 Uhr, Haus der Konrad Adenauer Stiftung, Berlin

 

Die „Murphy-Entscheidung“ vom 4. Oktober 2011 gehört zu den meistbeachteten Entscheidungen des EuGH seit langem im Bereich des geistigen Eigentums. Fragen des freien Waren- oder Dienstleistungsverkehrs nach verschiedenen Grundlagen des EU-Rechts mischen sich mit solchen des Lizenzvertragsrechts. In der verhältnismäßig kurzen Zeit seither ist sie in einer Vielzahl von Artikeln und einer Reihe von Veranstaltungen in verschiedene Richtungen durchleuchtet worden. Die ALAI-Tagung ging von den Betroffenen aus und stellte deren Sicht Überlegungen zum Europäischen Primärrecht gegenüber. Welche Schlussfolgerungen ziehen Sportveranstalter und Sender? Erwarten Verwerter urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützter Gegenstände Änderungen des Tagesgeschäfts? Welche Erwägungen sind mit Blick auf die Binnenmarkzielsetzung anzustellen?

 

Programm

14:00 – 14:20   Begrüßung und Einführung – Dr. Nils Bortloff, Universal Music

14:20 – 14:40   Die Sicht der Deutschen Fußball Bundesliga – Timo Albrecht, DFL

14:40 – 15:00   Die Sicht des Bezahlsenders – Dr. Holger Enßlin, Sky

15:00 – 15:20   Die Sicht des werbefinanzierten Rundfunks – Dr. Christian Hauptmann, RTL Group

15:20 – 15:40   Die Sicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Dr. Michael Kühn, NDR

16:10 – 16:30   Die Entscheidung im Kontext des EU-Rechts - Dr. Axel Metzger

16:30 – 18:00   Diskussion

 

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Privatkopie und Geräteabgabe im Lichte Padawan-Rechtsprechung des EuGH

17.02.2012, 14:00 - 18:00 Uhr, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München

 

Am 21. Oktober 2010 entschied der EuGH in seiner "Padawan"-Entscheidung (C-467/08), dass die Anwendung der pauschalen Abgabe für Privatkopien auf Vervielfältigungsmedien und -geräte, die von Unternehmen und Freiberuflern zu geschäftlichen Zwecken erworben  werden, mit dem Unionsrecht nicht vereinbar ist.  Die Entscheidung hat in vielen Mitgliedsstaaten der EU, insbesondere auch in Deutschland, eine Diskussion über die pauschale Geräteabgabe und die Vergütung für Privatkopien entfacht. Über die Auswirkungen der Entscheidung auf die nationale Praxis und das mögliche Erfordernis einer Gesetzesänderung besteht noch Unklarheit. Die Tagung bot den Teilnehmern Gelegenheit, die Entscheidung und deren Auswirkungen nach deutschem Urheberrecht zu diskutieren. Zudem wurde ein Blick über die deutschen Grenzen hinaus auf andere europäische Staaten und deren Interpretation der Padawan-Entscheidung geworfen.

 

Programm

14:00 – 14:30   Begrüßung und Einführung

14:30 – 15:00   Deutsche Perspektive – Prof. Dr. Thomas Dreier

15:00 – 15:30   Deutsche Perspektive – Prof. Dr. Eike Ullmann

16:00 – 16:20   Schweizerische Perspektive - Fabian Wigger

16:20 – 16:40   Österreichische Perspektive – Prof. Dr. Dr. Walter Blocher

16:40 – 17:00   Französische Perspektive – Dr. Sylvie Nérisson

17:00 – 18:00   Diskussion

 

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Verwaiste Werke im europäischen und deutschen Urheberrecht

30.11.2011, 14:00 - 18:00 Uhr, Goethe-Universität, Frankfurt am Main

 

Es wurden sowohl in der EU als auch in Deutschland verschiedene Gesetzesvorschläge diskutiert, die die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke erleichtern sollten, deren Rechtsinhaber nicht ermittelt oder ausfindig gemacht werden kann. Die Tagung sollte Gelegenheit geben, die Regelungsvorhaben aus unterschiedlichen Perspektiven zu erörtern und zu fragen: Bedarf es einer Regelung zu verwaisten Werken? Sollte jene auf der Ebene der EU oder eher national erfolgen? Wie sollte eine solche Regelung ggf. ausgestaltet sein?

 

Programm

14:00 – 14:30   Begrüßung und Einführung – Prof. Dr. Hilty / Prof. Peukert

14:30 – 15:00   Stellungnahmen Rechtsinhaber: Börsenverein des Deutschen Buchhandels / Spitzenorganisation der Filmwirtschaft – Dr. Spang / Hr. Wiese

15:00 – 15:30   Stellungnahmen Nutzer: Deutsche Nationalbibliothek / Deutsches Filminstitut - Fr. Zechmann / Fr. Dillmann

15:30 – 15:45   Stellungnahme Verwertungsgesellschaft Wort – Dr. Staats

16:15 – 16:30   Stellungnahme Bundesministerium der Justiz - Fr. Gutjahr

16:30 – 18:00   Diskussion